Im Weltall organisieren sich vier Raumschiffe A, B, C und D, dessen Beobachter jeweils mit einem weißen Laserblitz, Farbfiltern, mehreren halbdurchlässigen Spiegeln, normalen Spiegeln, einigen Licht streuenden Mattscheiben und einer Farbphotozelle, die Wellenlängen messen kann, ausgerüstet ist.

A, B, und C stellen sich nun folgendermaßen auf: Wenn A einen Laserblitz aussendet, braucht das Licht 3 Sekunden, um von B empfangen zu werden. Der Strahl wird von einem halbdurchlässigen Spiegel geteilt und in die Photozelle gelenkt. Der andere Teil läuft weiter zu C und braucht ebenfalls 3 Sekunden, sodass alle drei Raumschiffe gleichweit auf einer Geraden voneinander entfernt sind. Jetzt haben sie ein gemeinsames Inertialsystem. Sie sind aufeinander bezogen in Ruhestellung.

Raumschiff D startet und beschleunigt auf halbe Lichtgeschwindigkeit und fliegt auf einer Parallelen dicht, sagen wir 1km, an A, B, und C vorbei. Wenn B einen Laser abfeuert, empfangen A und C nach 3 Sekunden dieses Signal gleichzeitig, weil B genau in der Mitte platziert ist. Wird der Strahl von A rot und C blau reflektiert, empfängt B diese beiden Farben nach weiteren 3 Sekunden ebenfalls gleichzeitig und sie mischen sich zu Magenta. In dem Moment, wo D von B eine Lichtsekunde entfernt ist, wird das Signal von A und C reflektiert. Damit auch D etwas sehen kann, wird der Strahl jeweils noch mal geteilt, an einem nichtdurchlässigen Spiegel reflektiert und mit einer Mattscheibe gestreut. Da die Lichtgeschwindigkeit konstant ist, müsste das rot reflektierte Licht von A trotz der Bewegung von D 2 Sekunden brauchen, um bei D anzukommen und die blaue Reflektion von C braucht dann 4 Sekunden. Aber in dem Moment, wenn D den roten Strahl bekommt, fliegt er genau an B vorbei, weil er ja mit halber Lichtgeschwindigkeit 2 Sekunden braucht, um vom Empfangspunkt zu B zu gelangen. D reflektiert den roten Strahl zu B und signalisiert ihm damit, dass er Blau noch nicht empfangen hat, aber nach wieder 2 Sekunden bekommt er auch diesen Strahl. B sieht also auf seinem Empfangsgerät einen magentafarbenen Punkt aufblitzen. Gleichzeitig sieht er einen roten Punktblitz von D und 2 Sekunden danach einen blauen. D hätte also sein Zeugnis einer Nichtgleichzeitigkeit mitgeschleppt um es B zu übermitteln. Ob es wirklich so ablaufen würde, das ist eine Frage. Es sieht so aus, als ob das, was als „Raum-Zeit“ bezeichnet wird, nichts anderes ist als der „Äther“, nur sind seine Eigenschaften von Einstein und Co mit völlig neuen Parametern aktualisiert worden. Und diese „Äther-Raum-Zeit“ kann man dann natürlich auch krümmen, denn er ist im idealisierten Sinne nicht leer. Dieser neue Äther ist voller Physikalischer Gesetzmäßigkeiten, die man auch im Alltag spüren kann, beinahe wie eine Art „allgegenwärtige Flüssigkeit“.

Markus Anatol Weisse  Dez. 2006